Schwangerschaft2021-03-19T15:35:53+01:00

Von Kinderwunsch bis Stillzeit

Kinder sind für viele von uns der lebendige Ausdruck einer innigen Beziehung und einer vollständigen Familie. Sie sind ein wichtiger Teil unseres Lebens und so gehört die ärztliche Begleitung von Kinderwunsch, Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit zu den zentralen Aufgaben unserer Praxis.

Nicht immer erfüllt sich der Wunsch nach einem Kind schnell und problemlos. Schätzungen zufolge bleiben etwa 12 – 15 % aller Paare im fortplanzungsfähigen Alter ungewollt kinderlos. Als ungewollt kinderlos gilt ein Paar, wenn nach einem Jahr ungeschützten Verkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist.

Dass der ersehnte Nachwuchs ausbleibt, wird von Frauen wie von Männern als sehr schmerzhaft erlebt. Paare, die eine gezielte Kinderwunschbehandlung anstreben, überweisen wir an spezialisierte Kolleginnen und Kollegen. Eine hormonelle Sterilitätsbehandlung können wir mit einer regelmäßigen Follikelmessung begleiten.

Durch eine Ultraschalluntersuchung kann der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut begutachtet und die Größe des Follikels (Eibläschen) gemessen werden. Durch die Follikelmessung lassen sich der genaue Zeitpunkt des Eisprungs und damit die günstigste Zeit für eine Befruchtung ermitteln.

Im Allgemeinen wird die Follikelmessung zwischen dem 11. und dem 13. Zyklustag durchgeführt – kurz vor dem Eisprung, der bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen zwischen dem 14. und 16. Zyklustag zu erwarten ist.

Besonders wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Follikelwachstums (Zyklusmonitoring) während einer hormonellen Stimulationsbehandlung , um eine Überstimulation auszuschließen und das Risiko einer unerwünschten Mehrlingsschwangerschaft gering zu halten.
Internetseite der Bundeszentrale für Gesundheit (BZgA) zum Thema Kinderwunsch

Schwanger? Wir gratulieren!

Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Phase des Lebens – eine Phase des Umbruchs, der körperlichen und seelischen Veränderungen, der Vorfreude und der sehnsüchtigen Erwartungen. Es ist aber auch eine Zeit der Unsicherheit, Fragen und Ängste. Das ist normal und verständlich. Wir freuen uns, wenn wir unsere schwangeren Patientinnen in diesen wichtigen Wochen und Monaten unterstützen dürfen und ihnen dadurch helfen können, ihre Schwangerschaft unbelastet zu genießen.

Wichtigster Schwerpunkt unserer Praxis ist die Begleitung und Betreuung der werdenden Mütter gemäß der Mutterschaftsrichtlinien sowie eine ergänzende, umfassende pränatale Ultraschalldiagnostik (Degum II). Die Ultraschalluntersuchungen werden mit einem modernen Ultraschallgerät mit hoher Auflösung und 3D/4D-Technologie durchgeführt.

Die regelmäßigen Vorsorgetermine sind wichtig für die Gesundheit des Kindes und das Wohlbefinden der Mutter. Alle Untersuchungen, die laut Mutterschaftsrichtlinien Teil der Schwangerenbetreuung sind, werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ab der Feststellung der Schwangerschaft bis zur Geburt:
Regelmäßige Kontrolle von Blut, Urin, Blutdruck, Gewicht und – ab der 28. Schwangerschaftswoche – der kindlichen Herztöne.

9. – 12. SSW:
Ihr Mutterpass wird ausgestellt. Erste Basis-Ultraschalluntersuchung, Blutuntersuchungen (Blutgruppe, Antikörper, Rötelntiter, Lues, Hepatitis B, ggf. HIV), Chlamydientest

19. – 22. SSW:
zweite Basis-Ultraschalluntersuchung / erweiterter Basis-Ultraschall

ab 25. SSW:
Einfaches Diabetes-Screening, sogenannter kleiner Zuckertest

29. – 32. SSW:
Aufzeichnung der kindlichen Herztöne (CTG), dritte Basis-Ultraschalluntersuchung, Kontrolle der Hepatitis B- und weiterer Antikörper im Blut. Patientinnen, die das Blutgruppenmerkmal Rhesus-negativ tragen, erhalten eine Spritze (Anti-D), um eine mögliche Erkrankung des Kindes im Mutterleib zu vermeiden.

Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
mit ausführlichen Informationen für werdende Eltern und wertvollen Tipps für die Schwangerschaft

Pränatale Diagnostik

Um unseren Patientinnen über die Kassenleistung hinaus eine optimale Mutterschaftsvorsorge mit einer umfassenden pränatalen Diagnostik zu ermöglichen, bieten wir folgende Untersuchungen als eigenverantwortliche Gesundheitsleistungen (IGeL) an:

Durchführung: ab 11. SSW

Der Pränatal-Test dient der Risikoermittlung von Chromosomenstörungen, den sogenannten Trisomien. Die Untersuchung ist nicht-invasiv, d.h. sie ist mit keinerlei Risiken für das Kind oder die Schwangere verbunden. Eine einfache Blutabnahme bei der werdenden Mutter reicht aus, um das für den Test notwendige Material zu gewinnen.

Der Pränatale Bluttest hat eine hohe Erkennungsrate, liefert jedoch keine hundertprozentig sichere Diagnose. Diese ist nur durch eine Chorionzottenbiopsie (Gewebsentnahme aus dem Mutterkuchen, ab der 11. SSW) oder eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung, ab der 15. SSW) möglich. Durch den Bluttest können jedoch diese invasiven Untersuchungen, die mit einem eingriffsbedingten Fehlgeburtsrisiko von ca. 0,5% verbunden sind, auf ein Minimum beschränkt werden.

Was wird untersucht?

Der Pränatal-Bluttest ermittelt das Risiko für die Trisomie 21 (Down-Syndrom) , Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) und Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) . Da die Trisomie 21 die häufigste Form der Trisomie ist, spricht man beim Pränatal-Test auch vom Down-Syndrom Bluttest.

Zudem lassen sich durch den Pränatal-Bluttest die Geschlechtschromosomen (X, Y) bestimmen und das Risiko für Anomalien wie Turner-Syndrom oder Klinefelter-Syndrom ermitteln.

Was kann nicht untersucht werden?

Mit Hilfe des Bluttests kann nur ein Teil der möglichen Chromosomenstörungen erkannt werden. So ist der Test beispielsweise nicht dafür geeignet, partielle Trisomien zu erfassen, bei denen nur ein Teil der Chromosomen dreifach vorhanden ist. Auch Erbkrankheiten wie z.B. Mukoviszidose lassen sich nicht feststellen.

Der Test ersetzt nicht die fetale Ultraschalldiagnostik. Er erkennt keine der häufig auftretenden fetalen Fehlbildungen, wenn Ihnen nicht eine der drei genannten Chromosomenstörungen (Trisomie 13, 18,21) zugrunde liegt. Aus diesem Grunde bieten wir den Pränataltest nur in Kombination mit einem Ersttrimester-Screening und einem frühen Organultraschall an.

Wie genau ist der Pränatal-Test?

Der Pränatal-Test ermittelt das Risiko für die genannten Chromosomenstörungen mit hoher Treffsicherheit und zu einem frühen Zeitpunkt während der Schwangerschaft. Die Erkennungsrate des Harmony-Pränataltests, den wir in unserer Praxis verwenden, liegt bei der Trisomie 21  bei über 99% (Vergleich: Ersttrimesterscreening mit Nackentransparenz-Messung 90%).

In Einzelfällen kommt es vor, dass der Test kein brauchbares Ergebnis liefert. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Anteil der kindlichen DNA im mütterlichen Blut zu gering ist, wie zum Beispiel bei übergewichtigen Patientinnen.

Ablauf und Kosten:

Die Blutabnahme kann ab der 10+0 Schwangerschaftswoche nach  ausführlicher genetischer Beratung und in Kombination mit einem frühen feindiagnostischen Ultraschall erfolgen. Das Ergebnis des Harmony-Pränataltests  liegt im Allgemeinen innerhalb von 5 – 10 Tagen vor.  Die Kosten für den Trisomie-Bluttest und den damit verbundenen ärztlichen Leistungen werden von den Krankenversicherungen bislang nicht übernommen. Geplant ist eine Kostenübernahme in Risikofällen und zur Abklärung von Auffälligkeiten.

Durchführung: 12. – 14. SSW

Durch eine Nackentransparenz-Messung im Rahmen eines umfassenden Erstrimester-Screenings erhalten Sie bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt viele Informationen über die Entwicklung und Gesundheit Ihres Kindes. Neben einer Risikoabschätzung für das Down-Syndrom (Trisomie 21) können Hinweise auf schwerwiegende Organfehlbildungen wie z.B. Herzfehler erfasst werden.

Der Sinn einer Nackentransparenz-Messung besteht darin, eine Risikoabschätzung vorzunehmen und der Schwangeren eine Entscheidungshilfe zu geben, wenn sie sich noch nicht sicher ist, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen möchte.

Ablauf der Untersuchung

Im Mittelpunkt des Ersttrimester-Screenings steht eine umfassende Ultraschalluntersuchung, bei der bereits zahlreiche organische Fehlbildungen ausgeschlossen werden können. Um eine Risikoabschätzung für das Vorliegen einer Chromosomenstörung vornehmen zu können, wird per Ultraschall die sogenannte Nackentransparenz des Ungeborenen (auch Nackenfalte oder NT für „nuchal translucency“) gemessen. Diese Struktur ist grundsätzlich bei allen Föten in diesem Untersuchungszeitraum zu sehen. Ist die NT jedoch verbreitert, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung des Kindes.

Ergänzend zur Ultraschalluntersuchung werden zwei Werte im mütterlichen Blut bestimmt: das Schwangerschaftshormon ß-HCG und das Protein PAPP-A. Die Blutabnahme kann bereits ab der 10+0 SSW erfolgen, also ca. 2 Wochen vor der Ultraschalluntersuchung.

Risikoberechnung

Aus folgenden Befunden kann das individuelle Risiko für das Vorliegen eines Down-Syndroms berechnet werden:

  • das Alter der Mutter
  • das genaue Alter der Schwangerschaft
  • vorangegangen Schwangerschaften mit Chromosomenstörungen
  • die Breite der Nackentransparenz des Ungeborenen
  • die Werte der Blutanalyse

Mit Hilfe dieser Methode, die mit keinerlei Risiken für Mutter und Kind verbunden ist, werden etwa 90% der erkrankten Feten entdeckt. Die Diagnose muss allerdings durch eine eine Gewebsentnahme aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie) oder eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) gesichert werden.

Kostenübernahme

Die Kosten für eine Nackentransparenzmessung werden – wie alle Untersuchungen zur Risikoabschätzung (z.B. der pränatale DNA-Test) – von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Führen auffällige Testergebnisse jedoch zu weiteren Untersuchungen, können diese über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Eine Bitte unserer Praxis

Während des Ersttrimesterscreenings konzentrieren wir uns ganz auf Sie und Ihr ungeborenes Kind. Deshalb bitten wir Sie, bei dieser anspruchsvollen und zeitaufwendigen Untersuchung kleinere Geschwisterkinder nicht mitzubringen. Vielen Dank.

Durchführung: 20. – 22. SSW

Der Organ-Ultraschall (auch Feindiagnostik oder differenzierter Ultraschall genannt) ist wesentlich umfangreicher als die Ultraschall-Untersuchung, die gemäß den Mutterschaftsrichtlinien in diesem Zeitraum vorgesehen ist.  Neben speziellen Geräten erfordert er eine besondere Qualifikation (DEGUM II) der Untersuchenden.

Ablauf der Untersuchung

Bei guten Untersuchungsbedingungen, wobei die Lage des Kindes, der Plazenta und die Stärke der mütterlichen Bauchdecke eine entscheidende Rolle spielen, dauert eine umfassende feindiagnostische Untersuchung etwa 30 – 45 Minuten. Dabei werden alle darstellbaren Organe und Merkmale des Ungeborenen betrachtet und folgende Punkte beurteilt:

  • das altersentsprechende kindliche Wachstum
  • die Fruchtwassermenge sowie die Lage und das Aussehen des Mutterkuchens (Plazenta)
  • das Aussehen und die Funktion aller sichtbaren Organe inklusive des Herzens
  • der Blutfluss in der Nabelschnur und das Durchblutungsverhalten in den Gebärmutter Gefäßen (zur Beurteilung der Plazentafunktion und -reifung)
Bedeutung und Konsequenzen

In erster Linie dient diese umfassende Untersuchung dazu, bei Auffälligkeiten in der Vorsorge eine exakte Diagnose zu stellen und Risikoschwangerschaften zu begleiten.

Wird eine Erkrankung oder Fehlbildung des Kindes festgestellt, so können wir gemeinsam mit der Patientin rechtzeitig Konsequenzen für den weiteren Schwangerschaftsverlauf (z.B. weitere Diagnostiken oder Therapien) oder für die Geburt (z.B. Einbindung weiterer Spezialisten, Auswahl der Entbindungsklinik) ableiten.

Vielen werdenden Eltern hilft der Ultraschall, die Beziehung zu ihrem ungeborenen Kind zu vertiefen. Ein unauffälliger Organ-Ultraschall bringt Ihnen Sicherheit und Beruhigung für den weiteren Schwangerschaftsverlauf. Jede vorgeburtliche Untersuchung kann aber auch unerwartete Auffälligkeiten ergeben und die Eltern vor die Entscheidung über weitere Untersuchungen und Konsequenzen stellen.

Kostenübernahme

Bei bestimmten Indikationen werden die Kosten für eine fetale Fehlbildungsdiagnostik von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen – z.B. bei auffälligen Vorbefunden oder wenn ein Paar bereits ein krankes oder behindertes Kind hat.  Ansonsten bieten wir diese Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.

Eine Bitte unserer Praxis

Während des feindiagnostischen Organultraschalls konzentrieren wir uns ganz auf Sie und Ihr ungeborenes Kind. Deshalb bitten wir Sie, bei dieser anspruchsvollen und zeitaufwendigen Untersuchung kleinere Geschwisterkinder nicht mitzubringen. Vielen Dank.

Durchführung: ab 19+0 SSW

Die fetale Echokardiographie ist Teil der feindiagnostischen Beurteilung der kindlichen Organe. Die sonographische Untersuchung des kindlichen Herzens setzt große Erfahrung der Untersuchenden sowie ein hochauflösendes Ultraschallgerät voraus.

Zwar können einige Herzfehlbildungen bereits bei einem frühen Ultraschall-Screening zwischen der 13. und 14. Schwangerschaftswoche erkannt werden, eine detaillierte Beurteilung des Herzens, seiner Funktion und der Blutflüsse erfolgt jedoch erst zwischen 20. und 22. SSW.

Ablauf der Untersuchung

Bei einer umfassenden fetalen Echokardiographie werden folgende Strukturen und Funktionen begutachtet:

  • Lage, Größe und Symmetrie des Herzens
  • Anatomie der Herzstrukturen
  • Funktion der Herzklappen
  • Schlagfrequenz des Herzens und Herzrhythmus
  • Lage der großen arteriellen und venösen Gefäße

Mit Hilfe der farbkodierten Doppler-Sonographie werden weitere Details untersucht:

  • Funktion der Herzkammern
  • Herzscheidewände
  • Blutflüsse im Herzen (gemäß ihrer Richtung und Geschwindigkeit)
  • Blutflüsse in den großen arteriellen und venösen Gefäßen (gemäß ihrer Richtung und Geschwindigkeit)

Bedeutung und Konsequenzen

Ein Großteil der angeborenen Herzfehler kann nach der Geburt durch eine oder mehrere Operationen korrigiert werden. Leben und Gesundheit des Kindes hängen dabei entscheidend von der frühzeitigen und genauen Diagnose der Fehlbildung ab.

Wird ein kindlicher Herzfehler diagnostiziert, überweisen wir Sie umgehend an einen Spezialisten (zumeist ein kardiologisch ausgerichteter Kinderarzt bzw. Geburtshelfer), mit dem Sie das weitere Vorgehen besprechen können.

Herzfehler treten nicht selten in Kombination mit Chromosomenfehlern oder genetischen Syndromen auf. Daher kann bei einem auffälligen Untersuchungsbefund des kindlichen Herzens eine weitere pränatale Diagnostik sinnvoll sein.

Laut Mutterschaftsrichtlinien gehören während einer unauffälligen Schwangerschaft lediglich drei Ultraschalluntersuchungen zum Leistungskatalog der Krankenkassen.

Das Routine-Ultraschallscreening wird in folgenden Schwangerschaftswochen durchgeführt:

  • Zwischen der 9. und 12.
  • der 19. und 22.
  • und der 29. und 32. Schwangerschaftswoche

Ultraschalluntersuchungen außerhalb dieser Zeiten gelten bei einer unauffälligen Schwangerschaft als eigenverantwortliche Gesundheitsleistungen, deren Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden.

Bei einer erweiterten Ultraschalluntersuchung nehmen wir uns mehr Zeit, den werdenden Eltern das Baby zu zeigen und – wenn es zu erkennen ist – das Geschlecht zu bestimmen. Gegen Ende der Schwangerschaft kann durch eine erweiterte Ultraschalluntersuchung die Lage des Kindes kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass das Köpfchen im Becken liegt. Zudem können der Mutterkuchen, die Fruchtwassermenge und das Größenverhältnis des kindlichen Köpfchens zum mütterlichen Becken beurteilt werden.

Die Ultraschallaufnahmen können Sie über ein persönliches Benutzerkonto bei FetView zuhause auf dem PC, auf dem Smartphone oder Tablet-PC anschauen, speichern, kopieren oder per E-Mail verschicken.

Mit Hilfe des Doppler-Ultraschalls kann der Blutfluss in den kindlichen Gefäßen und in einem Teil der mütterlichen Gefäße dargestellt und die Versorgung des ungeborenen Kindes beurteilt werden. Die Doppler-Sonographie wird vor allem in der Spätschwangerschaft (26. – 38. SSW) eingesetzt und ist mit keinerlei Risiko für Mutter und Kind verbunden.

Eine Doppler-Untersuchung ist begründet bei

  • Verdacht auf vermindertes Wachstum oder einem Wachstumsstillstand des Kindes
  • verminderter Fruchtwassermenge
  • Verdacht auf kindliche Fehlbildung oder Erkrankung
  • schwangerschaftsbedingter Erkrankung der Mutter (z.B. Bluthochdruck, Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Nierenerkrankung)
  • bestimmten Infektionen (z.B. Ringelröteln)
  • Früh- oder Mangelgeburt in einer vorangegangenen Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaften

Ablauf der Untersuchung

Bei jeder Doppler-Untersuchung werden zunächst das kindliche Wachstum, die Fruchtwassermenge sowie die Plazentareifung beurteilt. Anschließend messen wir

  • den Blutfluss in den kindlichen Gefäßen (z.B. Hauptschlagader, Gehirngefäße, Nabelschnur)
  • das Durchblutungsverhalten in den Gebärmuttergefäßen

Bedeutung und Konsequenzen

Der Farbdoppler-Ultraschall gibt Aufschluss über akute oder chronische Mangelzustände der Versorgung des Ungeborenen sowie über die Funktion der Plazenta. Die Doppler-Untersuchung kann einerseits zur Beruhigung der werdenden Eltern beitragen, wenn sich ein anfänglicher Verdacht nicht bestätigt. So zum Beispie wenn das Kind für das Schwangerschaftsalter zu klein ist, sich die Versorgung des Kindes dennoch als gut darstellt.

Andererseits können frühzeitig Situationen erkannt werden, in denen Handlungsbedarf besteht. So können etwa eine intensive vorgeburtliche Betreuung oder in Einzelfällen auch eine vorzeitige Entbindung notwendig werden.

Kostenübernahme

Die Doppler-Sonographie gehört nicht zur normalen Routine-Kontrolle während der Mutterschaftsvorsorge. Bei auffälligen Vorbefunden werden die Kosten jedoch von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Der 3D-Ultraschall ermöglicht die dreidimensionale, räumliche Darstellung Ihres Kindes bzw. einzelner Organe und Körperteile. Im Ablauf unterscheidet er sich nicht vom herkömmlichen Ultraschall. Von einem 4D-Ultraschall spricht man, wenn auch Bewegungsabläufe dokumentiert werden und damit die Zeit als vierte Dimension berücksichtigt wird (z.B. durch Film- oder Videoaufnahmen).

In der Pränataldiagnostik dient die Technik des 3D-Ultraschalls neben der konventionellen zweidimensionalen Sonographie der Darstellung von normalen und auffälligen kindlichen Strukturen. Er wird hauptsächlich dann eingesetzt, wenn bei speziellen Fragestellungen zusätzliche diagnostische Hinweise zu erwarten sind.

Was ist das Besondere am 3D-Ultraschall?

Der 3D-Ultraschall ermöglicht durch seine geringere Auflösung zwar keine bessere oder genauere Darstellung, doch da die Dreidimensionalität unseren Sehgewohnheiten entgegenkommt, empfinden die werdenden Eltern diese Ultraschallbilder häufig als besonders beeindruckend.

Für viele Eltern ist diese Form des Ultraschalls eine gute Möglichkeit, die frühe Bindung zum ungeborenen Kind zu stärken. Da aber bei jedem Ultraschall auch die kindliche Entwicklung begutachtet wird, ist eine solche Untersuchung nie ein reines Foto-Shooting. Sie dient immer auch der Diagnostik.

Gibt es immer gute Fotos?

Ob die Erinnerungsfotos beim 3D-Ultraschall auch wirklich gelingen und die Erwartungen der Eltern erfüllen, ist von guten Sicht- bzw. Schallbedingungen abhängig. Die Lage des Kindes, eine an der Vorderwand liegende Plazenta, wenig Fruchtwasser oder ein starke Bauchdecke lassen eine gute dreidimensionale Darstellung häufig nicht zu. Im Durchschnitt sind ausreichende Sichtverhältnisse, je nach Schwangerschaftswoche, in ca. 50% der Untersuchungen zu erwarten.

3D/4D-Ultraschall als Selbstzahlerleistung

Wir bieten unseren Patientinnen diese Untersuchung im Rahmen eines erweiterten Ultraschalls als Selbstzahlerleistung an. Die Aufnahmen Ihres Babys können Sie ausgedruckt mit nach Hause nehmen. Über ein persönliches Benutzerkonto bei FetView haben Sie außerdem die Möglichkeit, online auf Ihre Bilder zuzugreifen, sie zuhause auf dem PC, auf dem Smartphone oder Tablet-PC anzuschauen, zu speichern, zu kopieren oder per E-Mail zu verschicken.

Mehr zum 3D-Ultraschall: Häufig gestellte Fragen

Lassen sich durch den 3D-Ultraschall Fehlbildungen erkennen?2021-01-25T10:55:20+01:00

Für medizinische Laien sind auf einem gelungenen 3D-Ultraschallbild körperliche Details erstaunlich gut zu erkennen. Tatsächlich aber hat der dreidimensionale Ultraschall keine höhere Auflösung und ist nicht genauer als die zweidimensionale Sonografie. Für einen erfahrenen Arzt ist ein „normaler“ Ultraschall aussagekräftiger. Wenn es um eine differenzierte Diagnostik geht, wird der 3D-Ultraschall nur ergänzend eingesetzt.

Für alle Eltern, die eine möglichst umfangreiche Ultraschalluntersuchung ihres ungeborenen Kindes wünschen, ist der feindiagnostische Ultraschall (DEGUM 2) zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche einem reinen 3D-Fotoshooting vorzuziehen.

In welchen Schwangerschaftswochen kann man einen 3D-Ultraschall durchführen?2021-01-25T10:54:44+01:00

Etwa im mittleren Schwangerschaftsdrittel sind die kindlichen Strukturen so weit entwickelt, dass bei guten Schallbedingungen und einer günstigen Lage des Kindes beeindruckende Bilder gelingen können. Zudem ist der Fetus noch recht klein, so dass Ganzkörperaufnahmen möglich sind. Gegen Ende der Schwangerschaft sind durch das Tiefertreten des Köpfchens und durch die beengten Platzverhältnisse dem 3D-Ultraschall Grenzen gesetzt.

Werden beim 3D-Ultraschall besondere Schallwellen eingesetzt?2021-01-25T10:53:38+01:00

Beim 3D-Ultraschall werden die gleichen Schallwellen wie bei einer herkömmlichen Sonographie verwendet. Es gibt keine „stärkere Strahlung“, die für das Kind schädlich sein könnte. Der dreidimensionale Effekt ist das Ergebnis einer Rechenleistung, bei der ein hochentwickeltes Computerprogramm Aufnahme auf den verschiedenen Ebenen zu einem Gesamtbild verarbeitet.

Kann Ultraschall meinem Kind schaden?2021-01-25T10:52:46+01:00

Die Schallwellen, die bei einer Ultraschalluntersuchung eingesetzt werden, sind äußerst schwach. Die Vorteile der Sonographie bei der Betreuung von Mutter und Kind sind dagegen enorm. Dennoch wird häufiger darüber diskutiert, ob die Schallwellen für das ungeborene Kind hörbar sind oder ob sie das Fruchtwasser in Schwingung versetzen und erwärmen können. Beweise für diese Theorie gibt es allerdings nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben keinerlei Schädigung oder Stressbelastung des Kindes durch Ultraschall nachgewiesen

FetView ist ein Programm zur professionellen medizinischen Auswertung von Ultraschalluntersuchungen während einer Schwangerschaft. Ärzte können über FetView Untersuchungsergebnisse speichern, Berichte und Wachstumskurven erstellen und sich mit Fachkollegen austauschen.

FetView für unsere Patientinnen: Zugriff auf die eigenen Ultraschallbilder
Wenn Sie damit einverstanden sind, können wir Ihnen ein persönliches, mit Passwort geschütztes Benutzerkonto bei FetView einrichten und Ihnen den Zugriff auf Ihre Ultraschallbilder ermöglichen. Alle Daten werden selbstverständlich verschlüsselt und sind nicht öffentlich. Dieser Service ist für unsere Patientinnen kostenlos.

Über Ihr Benutzerkonto können Sie die Ultraschallbilder zuhause auf Ihrem PC – Ihrem Smartphone oder Tablet-PC – anschauen, speichern, drucken kopieren oder per E-Mail verschicken. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Untersuchungsberichte einzusehen bzw. bei einem Arztwechsel oder am Urlaubsort dem zuständigen Arzt zu zeigen. Falls Sie für eine weitergehende Untersuchung einen anderen Arzt konsultieren, lassen sich alle Daten in FetView mit dem ärztlichen Kollegen teilen und die neuen Untersuchungsergebnisse integrieren. So lässt sich eine Schwangerschaft medizinisch optimal begleiten.

Das erste Baby-Album
Über FetView können Sie alle Ultraschallbilder Ihres ungeborenen Kindes in einem ersten Babyalbum sammeln und gestalten. Nach der Entbindung lässt sich die Dokumentation Ihrer Schwangerschaft durch einen Geburtsbericht und durch Bilder Ihres Neugeborenen ergänzen. Nach der Schwangerschaft bleibt das FetView-Konto bestehen. Alle Daten können weiterhin aufgerufen werden. Im Falle einer neuen Schwangerschaft kann die persönliche Dokumentation weitergeführt werden.

Flyer zum Download

Pränatale Ultraschalldiagnostik
FetView: gut vernetzt – sicher begleitet

Informationen zu allen Aspekten der vorgeburtlichen Diagnostik

Erweiterte Schwangerenbetreuung / Labordiagnostik

Test auf Toxoplasmose, Zytomegalie, Ringelröteln und Windpocken

Durchführung: bei Schwangerschaftsfeststellung oder im 1. Schwangerschaftsdrittel

Ähnlich wie Röteln, kann auch die Infektion der werdenden Mutter mit Ringelröteln, Windpocken, Zytomegalie und Toxoplasmose negative Folgen für das ungeborene Kind haben. Durch eine einfache Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob Sie bereits gegen eine dieser Infektionskrankheiten immun sind oder ob Ihr Kind durch eine Erstinfektion gefährdet ist.

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn ein konkret begründeter Infektionsverdacht besteht.

Durchführung: ab der 25. SSW

Ein Schwangerschaftsdiabetes lässt sich durch einen einfachen Zuckerbelastungstest (oraler Glukose-Toleranz-Test, oGTT) sicher diagnostizieren. Wenn keine Risikofaktoren vorliegen, wird der Test ab der 25. Schwangerschaftswoche empfohlen.

Ablauf:

Vereinbaren Sie mit uns einen Termin am frühen Vormittag. Zur Blutabnahme sollten Sie nüchtern erscheinen, d.h. dass Sie am Vorabend ab 22.00 Uhr nichts mehr essen und auch nichts mehr trinken dürfen. (Medikamente können mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.)

Nach einer Blutabnahme im nüchternen Zustand, trinken Sie innerhalb von fünf Minuten eine Zuckerlösung (75g Glukose in 300 ml Wasser). Nach einer und nach zwei Stunden wird erneut Blut abgenommen.

Die Zeit zwischen den Blutabnahmen sollten Sie bei uns im Wartezimmer verbringen. Körperliche Bewegung führt zu einem verstärkten Abbau des Blutzuckers und könnte die Werte verfälschen.

Auswertung

Die Laborergebnisse des Glukose-Toleranz-Tests erhalten wir innerhalb von zwei Tagen. Übersteigen zwei der drei Messwerte den normalen Blutzuckerwert, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. In diesem Fall werden wir Sie zur Mitbehandlung an einen Diabetologen überweisen.

Kostenübernahme

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen im Allgemeinen nicht übernommen. Wir bieten diese Untersuchung als eigenverantwortliche individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an.

Streptokokken-Abstrich

Durchführung: gegen Ende der Schwangerschaft

Eine Besiedlung der Scheide mit B-Streptokokken findet sich bei 10-15% aller Frauen.  Da B-Streptokokken in diesem Fall meist keine Beschwerden verursachen, bleibt die Infektion unentdeckt. Bei Schwangeren besteht allerdings das Risiko, dass sich das Baby auf dem Geburtsweg mit dem Erreger infiziert und eine lebensbedrohliche Streptokokken-Infektionentwickelt.

Einfacher Nachweis

Durch einen einfachen Abstrich des Vaginalsekrets lässt sich eine Besiedlung von B-Streptokokken nachweisen. Die Auswertung des Streptokokken-Abstrichs führen wir in der Praxis durch. Das Ergebnis liegt nach ca. 15 Minuten vor.

Mehr Sicherheit durch Vorbeugung

Wird eine Streptokokken-Besiedlung der Scheide festgestellt, kann durch eine Behandlung der Mutter mit Antibiotika das Infektionsrisiko für das Kind drastisch senken. In den USA gehört der Streptokokkenabstrich zum Standard in der Mutterschaftsvorsorge.  Dadurch konnte die Zahl der Neugeborenen-Infektionen mit B-Streptokokken um 4000 Fälle pro Jahr gesenkt und etwa 200 Todesfälle durch Streptokokken-Sepsis vermieden werden.

Kostenübernahme

Die Kosten für einen Streptokokken-Abstrich werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen, wird aber vom Labor als eigenverantwortliche individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.

Unser Blog zum Thema

701, 2021

Corona-Impfung: Schwangere und Neugeborene schützen!

Schwangere können sich erst einmal nicht gegen das Corona-Virus impfen lassen.
Der Grund ist einfach: Noch fehlen die wissenschaftlichen Daten zu Wirkungsweise und Verträglichkeit des Corona-Impfstoffes während der Schwangerschaft.

Werdende Mütter und Kinder unterliegen einem besonderen Schutz und gehören [weiterlesen…]

3012, 2020

Babyfernsehen oder Ultraschallkontrolle?

„Babykino ab 2021 verboten“ – die Überschrift ist kurz, klar, knackig. Eine gute Schlagzeile, ein echter Hingucker.

Was zum Jahreswechsel in vielen Zeitungen, Zeitschriften und Online-Portalen zu lesen ist, wird werdende Eltern vermutlich beunruhigen. Ist Ultraschall so schädlich, [weiterlesen…]

1509, 2020

Grippe und Keuchhusten: Impfungen für Schwangere

Seit Jahren schon bieten wir unseren schwangeren Patientinnen die jährliche Impfung gegen die saisonale Grippe (Influenza) an.
Die Grippeschutzimpfung wird für werdende Mütter ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel ausdrücklich empfohlen. Wir haben nun die erste Lieferung des Impfstoffes erhalten und [weiterlesen…]

2009, 2019

Pränataler DNA-Test: Kassenleistung im Risikofall

Den pränatalen DNA-Test zur frühzeitigen Feststellung einer Trisomie (z.B. Down Syndrom/Trisomie 21) gibt es in Deutschland seit 2012. Fast ebenso lange gibt es die Diskussion über eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die Prüfung des Sachverhalts hat eine Weile gedauert, nun ist sie [weiterlesen…]

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